Ein Beitrag des iranischen Staatsfernsehens hat Barron Trump ausdrücklich mit dem Tod bedroht. Das am 24. August 2026 ausgestrahlte Video stellte zudem ein Kopfgeld von zehn Millionen US-Dollar in Aussicht. Ob eine solche Belohnung tatsächlich existiert, ist nicht unabhängig bestätigt.

Der US Secret Service erklärte am 25. August, er sei über das Video informiert und prüfe den Vorgang. „Der US Secret Service ist sich des Videos bewusst und untersucht alles, was als Bedrohung gegen unsere Schutzpersonen wahrgenommen werden kann“, sagte Sprecher Nate Herring laut Associated Press und der Washington Post.

KontextWas bedeutet die Prüfung durch den Secret Service?

Der Secret Service bewertet eine Drohung nicht nur nach ihrem Wortlaut. Bei einer sogenannten Threat-Assessment-Prüfung sammelt und ordnet die Behörde verfügbare Informationen, um unter anderem mögliche Absichten, Fähigkeiten und Zugangsmöglichkeiten einzuschätzen. Dabei können auch Hinweise auf Vorbereitung oder konkrete Zugänge eine Rolle spielen. Dass der Secret Service ein öffentliches Video untersucht, bedeutet deshalb zunächst, dass der Vorgang bewertet wird. Es bestätigt weder die Glaubwürdigkeit der Drohung noch, dass ein Anschlagsplan festgestellt wurde. Welche konkreten Informationen die Behörde in diesem Fall prüft oder ob daraus Schutzmaßnahmen folgen, ist öffentlich nicht bekannt.

Quellen (3)

Der Beitrag trug nach Berichten von Euronews die eingeblendete Formulierung: „Wo und wie sollen wir Barron Trump töten?“ Barron Trump ist 20 Jahre alt und der jüngste Sohn von US-Präsident Donald Trump.

Das Video soll außerdem Orte und Abläufe rund um Barron Trump dargestellt haben – darunter seine Universität, Fahrzeuge des Begleitschutzes und Positionen des Secret Service. Der Beitrag behauptete, Informationen über den jungen Studenten erhalten zu haben. Unter anderem wurde demnach erzählt, eine junge Frau habe den Schutz durchbrochen, sich mit Barron Trump zu einem privaten Treffen getroffen und anschließend Informationen an die Macher weitergegeben. Diese Darstellung ist nicht unabhängig verifiziert.

Der Secret Service machte keine näheren Angaben zu operativen Schutzmaßnahmen oder zur eigenen Nachrichtenaufklärung. Die Behörde bewertete öffentlich auch nicht, wie glaubwürdig die Drohung oder die im Video behaupteten Informationen sind.

Nach Einordnung von Euronews, der Washington Post und CNN reiht sich der Beitrag in eine Serie iranischer Drohungen oder drohender Darstellungen gegen Mitglieder der Trump-Familie ein. Genannt werden dabei unter anderem frühere Beiträge zu Melania Trump sowie Drohungen gegen Donald Trump.

Quellen & Beleglage

4 Quellen

EineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.

Eigenständige BerichterstattungAssociated Press

Verwendet für: Bestätigt die Kenntnisnahme und Prüfung durch den Secret Service und liefert das zentrale Behördenzitat.

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Eigenständige BerichterstattungThe Washington Post

Verwendet für: Präzisiert Zeitpunkt, Wortlaut der Stellungnahme und die fehlende öffentliche Bewertung der operativen Lage.

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Eigenständige BerichterstattungEuronews

Verwendet für: Beschreibt Inhalt, Titel, behauptete Summe sowie die im Video dargestellten angeblichen Informationen.

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Ergänzende BerichterstattungCNN

Verwendet für: Liefert eine zusätzliche Einordnung als Teil einer breiteren Serie von Drohungen gegen die Trump-Familie.

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