Bei einer Gewalttat auf dem Campus der privaten Docemus-Schule in Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder-Spree sind am Donnerstag zwei Menschen getötet worden. Die Polizei bestätigte die Todesfälle. Ein 19-jähriger Mann wurde vorläufig festgenommen und steht nach dem bisherigen Ermittlungsstand im Zusammenhang mit der Tat.

Nach Angaben der Polizei, wiedergegeben vom Deutschlandfunk, geht sie nach dem späteren Ermittlungsstand vorläufig von einer Beziehungstat und nicht von einer Amoktat aus. Damit sind weder ein abschließend festgestelltes Motiv noch der vollständige Tatablauf belegt.

Der Bereich um die Schule war am frühen Abend weiträumig abgesperrt. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr waren im Einsatz, die Spurensicherung lief noch. Die Polizei Brandenburg teilte mit: „Wir sichern aktuell den Tatort.“

Die Polizei Brandenburg teilte dies während des laufenden Einsatzes mit: „Wir sichern aktuell den Tatort.“

Nach Angaben des rbb unter Berufung auf die Polizei befanden sich während des laufenden Einsatzes noch rund 30 Menschen im Schulgebäude, darunter Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Nach einem später von RTL wiedergegebenen Polizeistand bestand keine weitere Gefahr in der Schule. Noch auf dem Campus befindliche Schülerinnen und Schüler wurden weiterhin betreut und an ihre Erziehungsberechtigten übergeben; die Zahl der noch anwesenden Personen und der genaue Abschluss der Übergaben können sich weiter verändert haben.

Am Freitag, 28. August 2026, findet auf dem Campus nach Angaben des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg kein regulärer Unterricht statt. Schülerinnen und Schüler werden psychologisch betreut; Eltern können ihre Kinder auch zu Hause betreuen. Auf dem Campus befinden sich ein Gymnasium, eine Oberschule und eine Fachoberschule des privaten Trägers.

KontextWas passiert institutionell nach einer Gewalttat an einer Schule?

Für Schulen in Brandenburg gibt es einen landesweiten Rahmen für den Umgang mit Gewalt- und Krisenlagen. Nach Angaben des Bildungsministeriums stehen dafür Notfallpläne und Handlungshilfen bereit. Ein gemeinsamer Erlass von Bildungs- und Innenministerium zur Zusammenarbeit von Polizei und Schulen sowie zur Notfallplanung trat im Februar 2024 in Kraft. Die offiziellen Unterlagen behandeln unter anderem Waffen- und Gewaltsituationen und sehen auch Informationen für Kollegium und Elternvertretungen vor. Welche dieser Maßnahmen am Campus in Gosen-Neu Zittau tatsächlich angewandt wurden, war zunächst nicht bekannt.

2 zusätzliche Kontextquellen

Nach späteren, weiterhin nicht vollständig amtlich bestätigten Medienangaben soll eines der Opfer die 18-jährige Ex-Freundin des Tatverdächtigen und das andere Opfer ein 30-jähriger Hausmeister gewesen sein. Nach dpa-Angaben, wiedergegeben von DIE ZEIT, soll der Hausmeister beim Versuch getötet worden sein, die Tat zu verhindern; einzelne Angaben wurden auch von weiteren Medien berichtet. Die Polizei hat die Opferidentitäten und den vollständigen Tatablauf nach dem verfügbaren Stand weiterhin nicht vollständig amtlich bestätigt. Die vorläufige Festnahme des 19-Jährigen ist zudem von einem späteren strafrechtlichen Ausgang und einer möglichen richterlichen Entscheidung über seinen Haftstatus zu unterscheiden.

Quellen & Beleglage

9 Quellen zur Nachricht

EineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.

Eigenständige BerichterstattungTagesschau / rbb24

Verwendet für: Die rbb-/Polizeiangaben belegen die zwei Todesfälle, die vorläufige Festnahme, den Ermittlungsstand zur Amoktat sowie Absperrung, laufende Spurensicherung, die Zahl der Menschen im Gebäude und die geplante Schließung der Schule.

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Ergänzende BerichterstattungDeutschlandfunk

Verwendet für: Der Bericht bestätigt die Gewalttat mit zwei Toten und ergänzt die vorliegenden Angaben zum Schulcampus sowie zur vorläufigen Identifizierung der Opfer.

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Ergänzende BerichterstattungDIE ZEIT

Verwendet für: Der Bericht bestätigt die zentralen Angaben zu den zwei Todesfällen an der Schule in Gosen-Neu Zittau.

Brandenburg: Zwei Tote bei Gewalttat an Schule in Gosen-Neu Zittau ↗ (öffnet in neuem Tab)

Verwendet für: Die dpa-Meldung präzisiert die weiterhin nicht vollständig amtlich bestätigten Angaben zu den mutmaßlichen Opferrollen als Ex-Freundin des Tatverdächtigen und Hausmeister.

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Ergänzende BerichterstattungEuronews

Verwendet für: Der Bericht bestätigt die Gewalttat mit zwei Toten und die Festnahme eines Verdächtigen.

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Ergänzende BerichterstattungORF

Verwendet für: Der Bericht gibt die polizeiliche Einschätzung wieder, wonach bislang keine Hinweise auf eine Amoktat vorlagen.

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Ergänzende Berichterstattungde.marketscreener.com

Verwendet für: Die Reuters-Wiedergabe berichtet über die vorläufige Annahme eines durch eine persönliche Beziehung motivierten Tatgeschehens und nennt ergänzende, weiterhin zugeschriebene Angaben zu Verdächtigem und Opfern.

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Ergänzende Berichterstattungrtl.de

Verwendet für: Der Bericht gibt einen späteren Polizeistand wieder, wonach keine weitere Gefahr in der Schule bestand, und beschreibt die Übergabe beziehungsweise Betreuung der noch auf dem Campus befindlichen Schülerinnen und Schüler.

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Ergänzende Berichterstattungmbjs.brandenburg.de

Verwendet für: Das Bildungsministerium konkretisiert die Maßnahmen für Freitag, 28. August 2026: kein regulärer Unterricht, psychologische Betreuung vor Ort und zusätzliche Unterstützung für die Schulgemeinschaft.

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ÄNDERUNGSHISTORIE

Aktualisierungen

  1. Aktualisierung: Die Polizei teilte später mit, dass keine weitere Gefahr in der Schule bestand. Für Freitag findet auf dem Campus kein regulärer Unterricht statt; Schülerinnen und Schüler werden psychologisch betreut.
  2. Aktualisierung: Die Polizei ordnet die Tat inzwischen vorläufig als Beziehungstat ein. Außerdem gibt es konkretere, weiterhin vorläufige Angaben zu den beiden Todesopfern und zum möglichen Versuch eines der Opfer, die Tat zu verhindern.
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