Bei Waldbränden in mehreren nordöstlichen Provinzen Algeriens sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden nach Angaben von Al Jazeera unter Berufung auf einen offiziellen Vertreter und AFP mindestens 54 Menschen verletzt, sechs von ihnen befanden sich demnach in kritischem Zustand.

Die Todeszahl nannte Innenminister Said Sayoud. Es handelt sich um einen Zwischenstand. Die Todesfälle wurden den Provinzen Jijel, Béjaïa und Tizi Ouzou zugeordnet. Nach einer von Al Jazeera wiedergegebenen Aufschlüsselung starben fünf Menschen in Jijel, vier in Béjaïa und drei in Tizi Ouzou.

Nach Angaben der algerischen Zivilschutzbehörde, wiedergegeben von der staatlichen Nachrichtenagentur APS, wurden in den vorangegangenen 24 Stunden 193 Brände in mehreren Provinzen registriert. Bis 07:00 Uhr am 27. August waren 147 davon gelöscht, 46 noch nicht. Die zuvor genannte Zahl von 154 Bränden war ein früherer Zwischenstand aus der Berichterstattung über Mittwoch.

KontextWarum kehren große Waldbrände im Nordosten Algeriens immer wieder zurück?

Ein wissenschaftlicher Blick auf die Brandgeschichte zeigt, dass die Brände im Nordosten Algeriens einem wiederkehrenden regionalen Muster folgen. Sie konzentrieren sich vor allem auf den bewaldeten Küstenstreifen nahe dem Mittelmeer, insbesondere in feuchten und subfeuchten Gebieten mit viel Vegetation. Niederschläge im Herbst und Winter können dort neues Brennmaterial wachsen lassen; im trockenen Sommer treffen dieses Brennmaterial, Hitze und menschliche Infrastruktur aufeinander. Das erklärt die allgemeine Brandanfälligkeit der Region, nicht aber den Auslöser der aktuellen Feuer. Eine Rekonstruktion anhand von Landsat-Daten für die Jahre 1984 bis 2023 ergab zudem, dass mehr als 52,7 Prozent der verbrannten Fläche mindestens zweimal betroffen waren. Juli und August waren die brandreichsten Monate.

3 zusätzliche Kontextquellen

Die Löscharbeiten dauerten am 27. August weiter an. Nach dem amtlichen Stand bis 07:00 Uhr waren 147 von 193 gemeldeten Bränden gelöscht, während 46 Brände in mehreren Provinzen noch nicht gelöscht waren. Eine vollständige Stabilisierung oder abschließende Einsatzbilanz war weiterhin nicht belegt.

Wegen der Todesfälle durch die Brände ordnete Präsident Abdelmadjid Tebboune ab dem 27. August eine dreitägige Staatstrauer an, wie die algerische Präsidentschaft mitteilte und APS berichtete.

In besonders betroffenen Gebieten evakuierte der Zivilschutz Dutzende Familien und Einrichtungen vorsorglich. In der Provinz El Tarf wurden laut Al Jazeera zwei Freizeitparks sowie mehrere Familien geräumt. Feuer bedrohten demnach Häuser in Ain El Karma; auch in Annaba mussten Wohnhäuser geschützt werden.

Aufnahmen von Al Jazeera zeigten während der Nacht den von den Flammen erhellten Himmel, während Einsatzkräfte versuchten, die Brände einzudämmen. Die medizinischen und feuerwehrlichen Einsätze liefen weiter.

Quellen & Beleglage

5 Quellen zur Nachricht

EineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.

Eigenständige BerichterstattungAl Jazeera / AFP

Verwendet für: Belegt die vorläufige Opfer- und Verletztenzahl, die Zahl der an einem Tag gemeldeten Brände sowie die Zuordnung der Todesfälle zu mehreren Provinzen.

At least 12 dead, 54 injured as wildfires ravage northeastern Algeria ↗ (öffnet in neuem Tab)

Verwendet für: Veranschaulicht die Größenordnung der an einem Tag gemeldeten Brände und die laufenden Löscharbeiten durch berichtete Videoaufnahmen.

Twelve dead as over 150 wildfires rage across northeastern Algeria ↗ (öffnet in neuem Tab)
Ergänzende BerichterstattungAl Jazeera Arabic

Verwendet für: Trägt die Angaben zu Evakuierungen, bedrohten Wohngebieten und den fortdauernden Löscharbeiten sowie zur berichteten Opferaufschlüsselung bei.

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Ergänzende Berichterstattungaps.dz

Verwendet für: Amtliche Präzisierung des Löschstands bis 07:00 Uhr am 27. August 2026: 193 gemeldete Brände, davon 147 gelöscht und 46 weiterhin aktiv.

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Verwendet für: Amtliche Bestätigung einer dreitägigen Staatstrauer ab dem 27. August 2026 wegen der Todesfälle durch die Brände.

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ÄNDERUNGSHISTORIE

Aktualisierungen

  1. Aktualisierung: Die amtliche Bilanz wurde präzisiert: In den vorangegangenen 24 Stunden wurden 193 Brände registriert; 147 waren bis 07:00 Uhr gelöscht, 46 liefen noch. Die zuvor genannte Zahl von 154 Bränden war ein früherer Zwischenstand. Zudem wurde eine dreitägige Staatstrauer ab dem 27. August angeordnet.
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