Ein Tornado hat am Montagabend die Gemeinde Pomas im südfranzösischen Département Aude getroffen. Nach dem von Medien zitierten Zwischenstand der Präfektur Aude von 22.30 Uhr waren 41 Menschen medizinisch versorgt worden, 15 von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht. Rund 300 Häuser wurden beschädigt.

Der Tornado zog nach Angaben der Präfektur und übereinstimmenden Berichten französischer Medien gegen 17.20 Uhr durch den Ort südlich von Carcassonne. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, einzelne Gebäude schwer beschädigt oder zerstört. Erste Berichte hatten zunächst 26 Verletzte und rund 100 betroffene Häuser genannt. Diese Angaben wurden im weiteren Verlauf nach oben korrigiert.

Eine Suche nach zwei Vermissten wurde von der Präfektur des Aude dementiert. Die Einsatzkräfte führten weiterhin Überprüfungs- und Sicherungsarbeiten in der Gemeinde durch; ein bestätigter Vermisstenfall ist damit nicht belegt. Die Angaben zur Präfektur wurden von La Dépêche wiedergegeben.

Nach einem von Europa Press wiedergegebenen Lagebericht der Präfektur waren mehr als 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Such- und Sicherungsarbeiten dauerten an. Wie viele Häuser unbewohnbar sind und wann die Reparaturarbeiten abgeschlossen werden können, war zunächst nicht bekannt.

Der Tornado entstand nach AFP-gestützter Berichterstattung im Umfeld einer besonders heftigen, offenbar superzellartigen Gewitterlage. Im Raum wurden Windböen von bis zu 117 Kilometern pro Stunde gemessen. Eine abschließende meteorologische Einstufung oder Klassifizierung des Tornados lag zunächst nicht vor.

KontextWie ungewöhnlich sind Tornados in Frankreich – und warum sind sie schwer vorherzusagen?

Nach Angaben von Météo-France sind Tornados in Frankreich selten, treten aber jedes Jahr mehrfach auf. Meist bleiben sie schwach; zu den Regionen mit vergleichsweise höherem Risiko zählt neben dem Nordwesten auch die Mittelmeerküste. Eine genaue Vorhersage ist schwierig, weil Tornados klein sind, oft nur kurz leben und von Messstationen direkt nur schwer erfasst werden. Besonders starke Tornados entstehen häufig in langlebigen, rotierenden Gewittern, sogenannten Superzellen. Ob der Tornado von Pomas zu einer solchen Superzelle gehörte, war zunächst nicht abschließend bestätigt.

Quellen (3)

Quellen & Beleglage

5 Quellen

EineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.

Ergänzende BerichterstattungEurope 1 / AFP

Verwendet für: Gibt den Präfektur-Zwischenstand von 22:30 Uhr mit 41 medizinisch versorgten Menschen und 15 Krankenhauseinweisungen wieder. Die Seitenüberarbeitung um 06:27 Uhr liegt nach dem redaktionellen Stichtag; der darin enthaltene Zahlenstand ist daher nicht als nachträgliche Bestätigung für 06:20:47 Uhr zu werten.

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Verwendet für: Früherer Präfekturstand; dient im Aktualitäts-Check als zeitliche Vergleichsbasis und wird durch den späteren Stand von 41 beziehungsweise 15 überholt.

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Ergänzende BerichterstattungEuropa Press

Verwendet für: Bestätigt den bis zum Stichtag verfügbaren Stand von 41 medizinisch versorgten Menschen und 15 Krankenhauseinweisungen sowie die über Nacht fortgesetzte, ungeklärte Suche nach möglicherweise zwei Vermissten.

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Ergänzende BerichterstattungCadena SER

Verwendet für: Zusätzliche Bestätigung des frühen Verletzten- und Einsatzstands

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Ergänzende Berichterstattungladepeche.fr

Verwendet für: Neue Evidenz für die Aktualisierung des veröffentlichten Artikels

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ÄNDERUNGSHISTORIE

Aktualisierungen

  1. Korrektur: Der Artikel muss den Vermisstenkern korrigieren: Nicht eine ungeklärte Suche nach möglicherweise zwei Vermissten dauert an, sondern die Präfektur dementierte diese Darstellung. Die laufenden Arbeiten waren Überprüfungs- und Sicherungsmaßnahmen. Der bisherige URGENT-Watch kann deshalb geschlossen und der Artikel auf DON.
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