Die Deutsche Telekom will rund 1,3 Millionen klassische Telefonanschlüsse schrittweise auf andere technische Lösungen umstellen. Vorgesehen sind je nach Standort Mobilfunk-, Glasfaser- oder DSL-Angebote. Das Vorhaben wird als laufend beziehungsweise geplant beschrieben; ein öffentlich dokumentierter Abschluss ist nicht belegt.
Betroffen sind nach den vorliegenden Angaben vor allem ältere Anschlüsse, über die Kunden nur telefonieren und keinen Internetzugang nutzen. Ob ein einzelner Vertrag betroffen ist, lässt sich daraus aber nicht ableiten. Kunden sollten dafür ihren Vertrag und ein mögliches Anschreiben der Telekom prüfen. Telefonieren über LTE statt über die Telefonleitung
Für die Mobilfunklösung bietet die Telekom die Telefon-Box „Call Connect via Funk“ an. Das vorhandene Telefon wird an die Box angeschlossen, die Verbindung läuft über das 4G-/LTE-Mobilfunknetz. Laut Telekom bleibt die bisherige Festnetz-Rufnummer vollständig erhalten, und das vorhandene Telefon kann in der Regel weiter verwendet werden.
Die Box wird in eine Steckdose gesteckt; das Telefon kommt wie bisher in die mittlere TAE-Buchse. Die Telekom gibt an, dass Einrichtung und Übernahme der Rufnummer in der Regel nach etwa 15 Minuten abgeschlossen sind. Eine SIM-Karte müssen Kunden nach der offiziellen Beschreibung nicht selbst in die Telefon-Box einsetzen. Die separate technische Leistungsbeschreibung der Telekom verwendet für die dort beschriebene Lösung zugleich Begriffe wie VoIP- beziehungsweise eSIM-fähiger LTE-Router. Ob diese Beschreibung der genannten Telefon-Box genau entspricht, bleibt anhand der vorliegenden Angaben ungeklärt. Zwei Tarife ohne Internetzugang
Für Kunden, die weiterhin ausschließlich telefonieren wollen, nennt die Telekom zwei Mobilfunktarife ohne Internetnutzung. „Call Basic via Funk“ kostet demnach 22,95 Euro im Monat und umfasst 120 Freiminuten. „Call Comfort via Funk“ kostet 32,45 Euro monatlich und beinhaltet eine Flatrate ins deutsche Festnetz.
Die Telefon-Box selbst kostet laut Telekom entweder 3,95 Euro monatlich oder einmalig 99,99 Euro. Ob und welche Kosten im konkreten Fall anfallen, hängt vom gewählten Angebot und Vertrag ab. Kein konkreter Abschalttermin genannt
Wann Kunden angeschrieben werden, wann einzelne Anschlüsse umgestellt werden oder wann die alten Anschlüsse abgeschaltet werden, hat die Telekom bislang nicht konkret mitgeteilt. Vor der Umstellung soll geprüft werden, welche Lösung am jeweiligen Standort verfügbar ist. Außerdem will die Telekom Besonderheiten wie Hausnotruf, Alarmanlagen oder andere angeschlossene Geräte klären.
Für Kunden mit solchen Zusatzgeräten ist diese Prüfung besonders wichtig. Sie sollten nicht allein vom Telefonanschluss auf die Funktionsfähigkeit eines Hausnotrufs oder einer Alarmanlage schließen, sondern die Kompatibilität vor einem Wechsel klären lassen.
Quellen & Beleglage
3 QuellenEineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.
Verwendet für: Belegt die geplante Umstellung von rund 1,3 Millionen klassischen Telefonanschlüssen sowie Angebot, Funktionsweise, Rufnummernmitnahme, Preise und Prüfungen der Telekom.
Quelle öffnen ↗ (öffnet in neuem Tab)Verwendet für: Liefert die technische Leistungsbeschreibung der Call-via-Funk-Lösung, einschließlich LTE-Anbindung und der genannten Tarifmodelle.
Quelle öffnen ↗ (öffnet in neuem Tab)Verwendet für: Unterstützt die Einordnung, dass vor allem reine Telefonanschlüsse ohne Internetzugang von der Umstellung betroffen sind.
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