Take-Two Interactive reagiert juristisch auf die jüngsten, mutmaßlichen Leaks zu Grand Theft Auto VI. Der Mutterkonzern von Rockstar Games reichte am 20. August beim Bundesgericht im New Yorker Südbezirk Anträge auf DMCA-Auskunftsersuchen gegen Microsoft und Discord ein. Ziel ist es, mögliche Urheberrechtsverletzer zu identifizieren.

Die Anträge richten sich nicht gegen Microsoft oder Discord als mutmaßliche Urheber der Leaks. Take-Two verlangt vielmehr Informationen zu Konten und Online-Angeboten, über die geschütztes Material verbreitet worden sein soll.

Nach Berichten über die Unterlagen betrifft die Microsoft-Angelegenheit unter anderem Inhalte auf der Entwicklerplattform GitHub. Im Verfahren gegen Discord werden Konten und Server genannt. Die Nennung eines Kontos oder Servers ist keine gerichtliche Feststellung, dass dessen Betreiber oder Mitglieder Aufnahmen erstellt oder verbreitet haben.

Seit dem 18. August kursieren online Videos, die angeblich Spielszenen aus GTA VI zeigen. Rockstar hat die Echtheit der Aufnahmen bislang nicht öffentlich bestätigt. Take-Two behandelt die Verbreitung nach den Antragsunterlagen jedoch als möglichen Verstoß gegen seine Urheberrechte.

Es handelt sich zunächst um Anträge auf DMCA-Auskunftsersuchen, nicht um Klagen gegen bereits identifizierte Personen. Ob Daten herausgegeben werden und welche weiteren Schritte daraus folgen, ist offen.

KontextWie funktioniert ein DMCA-Auskunftsersuchen zur Identifizierung eines mutmaßlichen Rechtsverletzers?

Ein DMCA-Auskunftsersuchen nach 17 U.S.C. § 512(h) ist ein Verfahren zur Identifizierung eines mutmaßlichen Rechtsverletzers, nicht zur Feststellung seiner Haftung. Der Rechteinhaber reicht beim Gericht eine DMCA-Meldung, einen Subpoena-Entwurf und eine eidesstattliche Erklärung ein, dass die Angaben ausschließlich zum Schutz seiner Urheberrechte genutzt werden sollen. Erfüllen die Unterlagen die gesetzlichen Formvorgaben, stellt der Gerichtsschreiber das Ersuchen aus. Der betroffene Online-Dienst soll dann zügig die bei ihm verfügbaren Informationen offenlegen, die ausreichen, um die in der Meldung bezeichnete Person zu identifizieren. Ob die Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind oder die verlangten Informationen tatsächlich vorliegen, wird damit nicht vorweggenommen.

Quellen (1)

An den offiziellen Plänen für GTA VI ist nach jetzigem Stand nichts geändert: Rockstar kündigt „Grand Theft Auto VI: An Extended Look“ weiter für den 27. August an; der Spielstart ist weiterhin für den 19. November 2026 vorgesehen.

Quellen & Beleglage

5 Quellen

EineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.

PrimärquelleRockstar Games

Verwendet für: Offizielle Termin- und Plattformangaben für „Grand Theft Auto VI: An Extended Look“ sowie den geplanten Spielstart.

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Eigenständige BerichterstattungVariety

Verwendet für: Unabhängige Einordnung der Anträge und dokumentierte Stellungnahme von Discord.

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Weitere BerichterstattungPC Gamer

Verwendet für: Zeitlicher Ablauf der Verbreitung der angeblichen Gameplay-Clips und Hinweise auf deren Entfernung wegen Urheberrechtsansprüchen.

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Verwendet für: Unabhängige Bestätigung des risikotragenden Headline-Kerns: Take-Two hat im Zusammenhang mit den GTA-VI-Leaks DMCA-Unterlagen gegen Microsoft und Discord eingereicht, um Daten zur Identifizierung mutmaßlicher Rechtsverletzer zu erhalten.

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Weitere BerichterstattungCreative Collaboration / Mashable-Bericht

Verwendet für: Belegt den bislang im Ledger unbelegten Detailpunkt, dass die Microsoft-Angelegenheit ein GitHub-Repository und die Discord-Angelegenheit konkrete Konten sowie Server betrifft.

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NOCH OFFEN

Was wir weiter beobachten

Diese Punkte sind für mögliche Aktualisierungen noch nicht abschließend geklärt:

  • Ob die beantragten Auskunftsersuchen ausgestellt werden und ob Microsoft oder Discord Daten übermitteln.
  • Ob Rockstar die Echtheit oder Herkunft der kursierenden Aufnahmen öffentlich kommentiert.
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