Am Bodensee ist am Montagmorgen, dem 24. August 2026, ein sehr schwaches Erdbeben registriert worden. Das Beben ereignete sich um 04:58 Uhr Ortszeit zwischen Radolfzell und Singen im Landkreis Konstanz und hatte nach Angaben des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg eine Lokalmagnitude ML von 0,7.

Das Hypozentrum, also der Ausgangspunkt des Bebens im Erdinneren, lag nach Angaben des Landeserdbebendienstes rund 17 Kilometer tief. Der Dienst schätzte, dass die Erschütterung wegen ihrer geringen Stärke von Menschen voraussichtlich nicht gespürt wurde. Dabei handelt es sich um eine fachliche Einschätzung, nicht um den Nachweis, dass niemand das Beben wahrgenommen hat.

Zur Einordnung: Nach Angaben des Landeserdbebendienstes werden Erdbeben unterhalb einer Magnitude von 2,0 in der Regel nur von Messgeräten registriert. Wahrnehmbare Erschütterungen beginnen demnach typischerweise ab etwa Magnitude 2,0, wobei auch Entfernung, Tiefe und örtliche Bedingungen eine Rolle spielen. Bei Magnituden zwischen 2,0 und 3,9 können Menschen Beben spüren; Schäden sind in diesem Bereich laut dem Dienst jedoch selten.

Nach Angaben des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg überwacht der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg die Erdbebenaktivität in Baden-Württemberg und angrenzenden Gebieten mit einem flächendeckenden Messstationsnetz. In den zum Recherchezeitpunkt gefundenen Berichten wurden für das Beben keine Schäden genannt.

KontextWarum werden am Bodensee überhaupt so schwache Beben registriert?

Nach Angaben des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg liegt die Bodenseeregion in einem Gebiet mit mehreren geologischen Störungszonen. An solchen Strukturen kann sich die Erdkruste bewegen, auch wenn die meisten dabei entstehenden Erschütterungen sehr schwach bleiben. Dass solche Ereignisse wissenschaftlich erfasst werden, ist deshalb für die Region nicht ungewöhnlich. In einer Veröffentlichung des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg zur Serie von 2019 heißt es: Innerhalb einer Woche wurden mehr als 100 Beben registriert. Das stärkste erreichte Magnitude 3,7; dem Landeserdbebendienst wurden damals mehr als 900 Wahrnehmungen aus der Bevölkerung gemeldet. Diese Zahlen beschreiben die historische Serie, nicht die aktuelle Lage.

Quellen (2)

Quellen & Beleglage

4 Quellen

EineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.

Eigenständige BerichterstattungDeutsche Presse-Agentur / Landtag Baden-Württemberg

Verwendet für: Tragende Angaben zu Uhrzeit, Magnitude, Lage, Tiefe und erwarteter Wahrnehmbarkeit.

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Ergänzende Berichterstattungoe24 / APA

Verwendet für: Unabhängige Bestätigung der zentralen Messdaten und Einordnung der Magnitude.

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PrimärquelleLandesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg

Verwendet für: Offizielle Informationen zu Messnetz, Magnitude, Intensität und Einordnung von Erdbeben.

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PrimärquelleLandeserdbebendienst Baden-Württemberg

Verwendet für: Offizielle Übersicht und Erläuterung der Erdbebenmessungen; die Suchansicht lieferte jedoch keinen direkt auslesbaren Datensatz zum Ereignis vom 24. August 2026.

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