Ein Kleinflugzeug hat sich am frühen Sonntagabend, dem 23. August 2026, bei einer Notlandung im Waltenhofener Ortsteil Rohr im Landkreis Oberallgäu mehrfach überschlagen. Nach Polizeiangaben war zuvor der Antrieb plötzlich ausgefallen. Der 54-jährige Pilot setzte die Maschine auf einem Feld auf und konnte sich laut den vorliegenden Berichten selbst aus dem schwer beschädigten Flugzeug befreien. Anschließend wurde er vorsorglich zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht.

KontextWie kann ein Kleinflugzeug nach einem vollständigen Antriebsausfall noch gezielt notlanden?

Nach dem Ausfall des Triebwerks kann ein Motorflugzeug grundsätzlich noch im Gleitflug weiterfliegen. Piloten wählen dabei möglichst die für den jeweiligen Flugzeugtyp optimale Gleitgeschwindigkeit, um mit dem verfügbaren Höhenverlust die größtmögliche Strecke zurückzulegen. Anschließend suchen sie ein geeignetes Landefeld und planen den Anflug unter anderem nach Höhe, Wind, Hindernissen, Untergrund und verfügbarer Strecke. Welche Reichweite und Geschwindigkeit möglich sind, hängt stark vom Flugzeug und seiner Beladung ab. Die allgemeinen Verfahren erklären daher nicht, welche Entscheidungen der Pilot in Rohr konkret getroffen hat. (Nach Lehrunterlagen der US-Luftfahrtbehörde FAA.)

Quellen (3)

Bei der Landung brach nach den vorliegenden Polizeiberichten das Fahrwerk ab; ein Bericht nennt ausdrücklich das Bugfahrwerk. Die Flugzeugnase bohrte sich in den Boden, woraufhin sich die Maschine mehrfach überschlug. Die genaue technische Ursache des Antriebsausfalls ist noch nicht geklärt.

Zum Verletzungsgrad des Piloten gibt es unterschiedliche Angaben: RND und die Deutsche Presse-Agentur berichteten von keinen nennenswerten Verletzungen. Ein anderer Bericht, der sich auf eine Polizeimeldung beruft, sprach von leichten Verletzungen. Der weitere Gesundheitszustand nach der vorsorglichen Einlieferung ist nicht bekannt.

Der Sachschaden an dem Flugzeug wird in dem auf einer Polizeimeldung basierenden Bericht vorläufig auf rund 50.000 Euro geschätzt. Zusätzlich entstand leichter Flurschaden. Die Maschine wurde an der Unfallstelle demontiert und laut dem Bericht unter Berufung auf die Polizei von Vereinskollegen des Piloten geborgen.

Nach Angaben des auf einer Polizeimeldung basierenden Berichts nahm die Verkehrspolizei Kempten den Flugunfall auf und ermittelt zum Hergang. Eine bestätigte technische Ursache oder ein abschließender Ermittlungsstand liegt noch nicht vor.

Quellen & Beleglage

2 Quellen

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