Der SSV Jeddeloh II hat in der ersten Runde des DFB-Pokals für eine Überraschung gesorgt. Der Regionalligist besiegte den 1. FC Heidenheim 1846 am Sonntag, 23. August 2026, im Oldenburger Marschwegstadion mit 5:2 (3:1) und zog in die zweite Runde ein. Heidenheim ist ausgeschieden.
Jeddeloh führte bereits zur Halbzeit mit 3:1 und baute den Vorsprung nach der Pause weiter aus. Die Ausgangslage hatte für Heidenheim gesprochen: Der Klub trat als Zweitligist an, nachdem er aus der Bundesliga abgestiegen war. Jeddeloh II spielt in der vierten deutschen Liga.
KontextWarum können im DFB-Pokal ein Regionalligist und ein Zweitligist aufeinandertreffen?
Der DFB-Pokal ist so angelegt, dass Klubs aus sehr unterschiedlichen Spielklassen gegeneinander antreten. In der ersten Runde spielen 64 Mannschaften mit – darunter Teams aus Bundesliga und 2. Bundesliga, Vertreter der 3. Liga und Amateurklubs aus den Landespokalen. Für die Auslosung gibt es zwei Töpfe: einen mit den Profimannschaften aus Bundesliga und 2. Bundesliga und einen mit Amateurmannschaften. Begegnungen wie Jeddeloh II gegen Heidenheim entstehen deshalb nicht nur zufällig, sondern sind ein fester Teil des Wettbewerbsformats.
Quellen (1)
Der Deutsche Fußball-Bund ordnete den Erfolg historisch ein. Nach Angaben des DFB ist Jeddeloh II das erste Team aus der vierten deutschen Spielklasse, das die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Der Verband bezeichnete die Partie zudem als große Pokalüberraschung.
Nach Einschätzung von NDR und tagesschau.de trat Jeddeloh spielerisch stark und clever auf, nutzte seine Chancen im Konter und gewann verdient. Heidenheims Cheftrainer Frank Schmidt fehlte an der Seitenlinie. Er verbüßte wegen einer Sperre aus der Vorsaison ein Spiel auf der Tribüne. Auch Innenverteidiger Tim Siersleben war gesperrt. Heidenheim bezeichnete die Partie im eigenen Spielbericht als „völlig missratenen Pokalnachmittag“.
Das Duell hatte bereits eine Vorgeschichte: In der ersten Pokalrunde der Saison 2018/19 war Heidenheim ebenfalls bei Jeddeloh II zu Gast und gewann damals mit 5:2. Nun drehte der Regionalligist das Ergebnis im wiederholten Aufeinandertreffen um.
SSV-Torwart Moritz Onken sagte dem NDR nach der Partie, die Mannschaft habe stets an sich geglaubt. Den Tag bezeichnete er als überwältigend.
Quellen & Beleglage
6 QuellenEineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.
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