In einem Gewerbegebiet in Bergheim-Paffendorf ist am Freitagabend ein Feuer an einem Lagerbereich mit Elektroschrott ausgebrochen und auf eine benachbarte Lagerhalle übergegriffen. Nach den zuletzt öffentlich verfügbaren Angaben waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr und benachbarter Wehren im Einsatz.

Der Brand wurde nach Angaben der Feuerwehr gegen 18.20 Uhr an der Willy-Messerschmitt-Straße gemeldet. Zunächst brannten demnach etwa 50 Gitterboxen mit Akkus, Mobiltelefonen und weiterem Elektroschrott im Außenbereich eines Betriebs. Die Flammen erreichten anschließend die Lagerhalle. Mehrere Trupps bekämpften das Feuer von außen; auch zwei Drehleitern wurden eingesetzt.

Die starke Rauchentwicklung beeinträchtigte zeitweise den Verkehr auf der nahe gelegenen A61. Die Fahrbahn in Richtung Mönchengladbach wurde gesperrt. Anwohnerinnen und Anwohner im nördlichen Rhein-Erft-Kreis wurden über das bundesweite Warnsystem vor möglicher Geruchsbelästigung gewarnt. Nach der Warnmeldung bestand zu diesem Zeitpunkt keine Gesundheitsgefahr.

Die Feuerwehr riet, Fenster und Türen geschlossen zu halten, den Bereich weiträumig zu meiden und Zufahrtswege freizuhalten. Aus dem Einsatzgebiet wurden zudem kleinere Explosionen gemeldet. Das kann bei brennenden Akkus und Elektrogeräten auftreten; eine Ursache für den Brand war zunächst nicht bekannt.

KontextWarum können Brände von Lithium-Ionen-Akkus besonders schwer zu kontrollieren sein?

Bei einer stark beschädigten oder überhitzten Lithium-Ionen-Zelle kann ein „thermisches Durchgehen“ einsetzen: Die Zelle erzeugt dann selbst schneller Wärme, als sie abgeben kann. Dabei können brennbare Gase austreten und sich entzünden; der Druckanstieg kann sich als Knall oder kleine Explosion bemerkbar machen. In Akkupacks kann die Hitze zudem benachbarte Zellen erfassen und die Reaktion weitertragen. Deshalb zielt der Feuerwehreinsatz nicht nur darauf, sichtbare Flammen zu löschen, sondern auch darauf, die Ausbreitung zu begrenzen und erhitzte Bereiche zu kühlen.

Quellen (4)

Ob es Verletzte gab, war in den am Freitagabend veröffentlichten Informationen ebenfalls offen. Eine abschließende Bilanz zu Schäden, Einsatzdauer und Brandursache lag bis zum frühen Samstagmorgen nicht vor.

Quellen & Beleglage

3 Quellen

EineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.

PrimärquelleFeuerwehr Bergheim

Verwendet für: Amtliche Erstinformation zu Einsatzort, Beginn des Einsatzes, eingesetzten Kräften und Löschmaßnahmen.

Quelle via Presseportal öffnen ↗ (öffnet in neuem Tab)
Eigenständige BerichterstattungDeutsche Presse-Agentur

Verwendet für: Unabhängige Bestätigung zentraler Einsatzangaben sowie Angaben zur zeitweisen A61-Sperrung und zum zunächst unklaren Stand bei Verletzten und Ursache.

Quelle via Supertipp Online öffnen ↗ (öffnet in neuem Tab)
Eigenständige BerichterstattungTAG24

Verwendet für: Ergänzende lokale Berichterstattung zu Zeitpunkt, Ausbreitung des Brandes und den Hinweisen an Anwohner.

Quelle öffnen ↗ (öffnet in neuem Tab)
NOCH OFFEN

Was wir weiter beobachten

Diese Punkte sind für mögliche Aktualisierungen noch nicht abschließend geklärt:

  • Welche Ursache hatte der Brand, und ob Menschen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt.
Ressort & Themen
DeutschlandBergheimRhein-Erft-KreisFeuerwehr BergheimAutobahn 61