Am Frankfurter Flughafen haben sich insgesamt sechs Beschäftigte mit Malaria infiziert. Inzwischen sind zwei der Betroffenen an den Folgen der Erkrankung gestorben, wie Fraport und das Frankfurter Gesundheitsamt den darüber berichtenden Medien zufolge mitteilten. Nach späteren Angaben ereignete sich ein Todesfall bereits Anfang Juli 2026, ein weiterer im August 2026.
Nach bisherigem Kenntnisstand stehen die Erkrankungen mit der Arbeit der Betroffenen am Flughafen in Zusammenhang. Eine Reise in ein Malariagebiet ist bei den Beschäftigten offenbar nicht bekannt. Der Begriff „Flughafen-Malaria“ beschreibt dabei eine vermutete lokale Infektion durch importierte Überträger und keine bestätigte Übertragung von Mensch zu Mensch.
Als wahrscheinliche Ursache gilt eine infizierte Anopheles-Mücke. Sie könnte mit einem Flugzeug aus einem Malariagebiet nach Deutschland gelangt sein. Welche Mücke oder welcher Flug dafür infrage kommt, ist öffentlich bislang nicht identifiziert. Die Ursache ist daher noch nicht abschließend bewiesen.
KontextGab es Flughafen-Malaria in Frankfurt schon früher?
Der aktuelle Cluster wäre nicht der erste dokumentierte Fall dieser Art in Frankfurt. Eine Fachveröffentlichung beschreibt für 2019 zwei vermutlich am Flughafen erworbene Falciparum-Malaria-Infektionen bei Menschen ohne Reise in ein Malariagebiet. 2022 wurden bei einem weiteren Flughafen-assoziierten Cluster drei Beschäftigte erfasst, ebenfalls ohne entsprechende Reiseanamnese. Das Robert Koch-Institut führt beide Ereignisse als Beispiele für Flughafen-assoziierte Malaria in Deutschland auf. Die konkrete Übertragungsquelle ließ sich in den Untersuchungen nicht sicher nachweisen. Für den Cluster von 2022 konnte auch ein Weitertransport von Mücken durch einen Shuttlebus zwischen Arbeitsorten nicht belegt werden.
Vier der zunächst gemeldeten Erkrankten erkrankten laut Robert Koch-Institut zwischen dem 4. und 6. Juli. Später stieg die bekannte Zahl der Fälle auf sechs. Nach den jüngsten Berichten sind die vier nicht verstorbenen Betroffenen nach ärztlicher Behandlung wieder wohlauf beziehungsweise genesen. Fraport setzte nach eigenen Angaben auf Information und Prävention. Beschäftigte sollten bei malariaähnlichen Beschwerden ärztliche Hilfe suchen und dabei auf ihre Arbeit am Flughafen hinweisen.
Diese Angaben beziehen sich auf den Stand vom 26. August 2026, 15:56:50 Uhr UTC. Spätere Aktualisierungen sind nicht berücksichtigt.
Quellen & Beleglage
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- Aktualisierung: Die Zahl der Todesfälle ist auf zwei gestiegen. Ein Todesfall ereignete sich nach späteren Angaben bereits Anfang Juli, ein weiterer im August. Die vier übrigen Betroffenen sollen sich nach der Behandlung wieder gut erholt haben.
