Amazon hat die Preise zahlreicher eigener Geräte in Deutschland angehoben. Betroffen sind nach übereinstimmenden Berichten von Hardwareluxx, TV Movie und weiteren Technikmedien unter anderem die Produktfamilien Echo, Fire TV und Kindle. Auch Geräte der Marke eero werden als betroffen genannt. Eine vollständige, offiziell veröffentlichte deutsche Preisliste von Amazon ist bislang nicht bekannt.

Wie stark die Preise steigen, hängt vom jeweiligen Modell und vom Vergleichspreis ab. TV Movie nennt für die Kindle Paperwhite Signature Edition einen Anstieg von 199,99 auf 259,99 Euro. Bei einem Echo Dot berichtet das Magazin von 39,99 auf 89,99 Euro. Appgefahren nennt für einen Echo Dot dagegen einen früheren Preis von 64,99 Euro und ebenfalls einen neuen Preis von 89,99 Euro. Die Abweichung kann auf unterschiedliche Varianten, Preisstände oder zuvor geltende Aktionen zurückgehen. Deshalb lässt sich keiner der beiden Ausgangspreise ohne weitere Prüfung auf alle Echo-Dot-Modelle übertragen.

Auch beim Fire TV Stick 4K Max unterscheiden sich die Angaben. TV Movie nennt für Deutschland einen Anstieg von 47,99 auf 114,99 Euro. Hardwareluxx berichtet für ein US-Modell von 59,99 auf 84,99 US-Dollar. Die Dollar-Angabe ist daher kein unmittelbarer Beleg für den deutschen Preis. Insgesamt berichten die Medien bei einzelnen Geräten von Aufschlägen von mehr als 20 Prozent, teilweise auch von mehr als 50 Prozent. Wie groß der Anstieg ausfällt, hängt wesentlich davon ab, ob ein früherer Listen- oder Aktionspreis als Vergleich dient.

Als Begründung werden laut den Berichten deutlich gestiegene Kosten für Speicher beziehungsweise Speicherchips genannt. Diese Erklärung wird unter Berufung auf Amazon und einen Bericht des US-Magazins Fortune wiedergegeben. Eine unabhängige Aufschlüsselung, welcher Anteil der Preissteigerungen konkret auf Speicher-, NAND- oder DRAM-Komponenten entfällt, liegt nicht vor.

KontextWas steckt hinter dem Hinweis auf gestiegene Speicherkosten?

Nach Einschätzung des Speicherherstellers Micron erwartete das Unternehmen für 2026 angespannte Angebotsbedingungen sowohl bei DRAM als auch bei NAND. Als wichtigen Treiber nennt das Unternehmen die stark gestiegene Nachfrage durch den Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Dabei werde besonders HBM-Speicher für KI-Systeme benötigt; Micron gibt an, dass dessen Herstellung im Verhältnis zu DDR5-Speicher etwa dreimal so viele Kapazitätsressourcen binde. Das kann erklären, warum ein breiterer Speicherengpass auch sehr unterschiedliche Geräte betrifft. Es belegt jedoch nicht unabhängig, wie stark Amazons konkrete Kosten gestiegen sind oder welcher Anteil davon in den jeweiligen Verkaufspreisen steckt.

Quellen (3)

Hardwareluxx zufolge wurden die Preise zunächst in den USA angehoben und anschließend auch in Deutschland angepasst. Der genaue Zeitpunkt und die vollständige Reihenfolge der internationalen Änderungen sind jedoch nicht für alle Produkte dokumentiert. Amazon-Preise können sich zudem kurzfristig erneut ändern.

Quellen & Beleglage

5 Quellen

EineNachricht formuliert eigenständig. Die Angaben unten beschreiben, wofür die jeweilige Quelle in dieser Fassung verwendet wurde; die Quellenart ist kein Gütesiegel für sämtliche Aussagen der Quelle.

Ergänzende BerichterstattungHardwareluxx

Verwendet für: Deutscher Markt, betroffene Produktfamilien, internationale Einordnung und Speicherpreis-Begründung.

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Verwendet für: Konkrete deutsche Vorher-Nachher-Preise und betroffene Produkte.

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Verwendet für: Zusätzliche deutsche Preisbeispiele und Vergleich der Ausgangspreise.

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Eigenständige BerichterstattungFortune

Verwendet für: Ursache der Preiserhöhungen und US-Vorgeschichte.

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Ergänzende BerichterstattungPreis-King

Verwendet für: Zusätzliche Einordnung der Preisaufschläge und Verbraucherrelevanz.

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